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Schornsteinbrand in Wenigumstadt

Schornsteinbrand in Wenigumstadt

Bild: Pixabay martinme2d

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Wenn ein Kamin brennt, ist das bedrohlicher, als vielen von uns vermuten. Bei einem Kaminbrand entstehen hohe Temperaturen und Glutnester, die ganze Dachstühle entflammen können. In Wenigumstadt konnte das durch die Feuerwehr und die Kaminkehrer vermieden werden.

Ausgedehnter Kaminbrand

Im Großostheimer Ortsteil Wenigumstadt kam es am gestrigen Montag zu einem ausgedehnten Brand eines Schornsteins in einem Wohngebäude. Die freiwilligen Feuerwehren von Großostheim und Wenigumstadt rückten mit 36 Einsatzkräften und 6 Fahrzeugen zur Brandbekämpfung aus. Gegen 13:20 Uhr waren die Wehren vor Ort und fanden einen bereits brennenden Kamin mit einer starken Rauchentwicklung vor. Die Feuerwehrleute stellten zunächst den Brandschutz in dem 3-geschossigen Wohngebäude sicher und überwachten mit Wärmebildkameras die einzelnen Geschosse auf einen Temperaturanstieg.

Erhebliche Glanzrußablagerungen

Die hinzugezogenen Bezirkskaminkehrermeister fegten den Kamin über die Drehleiter der Feuerwehr aus. Durch die im Schornstein vorhandenen Glutnester stiegen die Temperaturen während der Arbeiten teilweise stark an. Dadurch drohte die Holzverschalungen, um den Kaminkopf in Brand zu geraten. Um eine Ausbreitung des Brandes auf den Dachstuhl zu verhindern, wurden die Dachziegel um den Kamin herum abgenommen. So konnte brennbares Material entfernt werden.

Mit Atemschutz gegen Glutnester

Parallel mit den Lösch- und Kehrarbeiten wurden Glutnester und der herunter gekehrte Ruß unter Einsatz von Atemschutz von der Feuerwehr entfernt. Anschließende wurde das Gebäude mithilfe von Lüftungsgeräten belüftet. So konnten Rauchgase und Qualm schnell und sicher aus dem Gebäude entfernt werden. Nachdem der Kamin durch 2 Kaminkehrermeister gründlich gereinigt wurde, gingen gegen 17:30 Uhr die Temperaturen zurück. Ein dazu gerufener Spengler dichtet das Dach provisorisch ab und das Haus konnte den Eigentümern wieder übergeben werden.

Glanzruß oder Hartruß

Hat Holz eine Feuchte von über 20 %, kann Glanzruß entstehen. Glanzruß, der auch Hartruß genannt wird, ist eine teerähnlich glänzende, harzige Ablagerung, die sich schwer entfernen lässt. Seine Bestandteile sind Holzgase, Wasserkondensat und verschiedene Schwebstoffe. Mit jeder Abkühlung des Schornsteins breitet sich der Glanzruß weiter aus, bis er den Querschnitt der Schornstein so verringert, dass sich die Holzgase entzünden und es zu dem berüchtigten Schornsteinbrand kommt. Richtiges Heizen mit Holz schon die Umwelt, hält den Schornstein gesund und schützt Leben. Auch freuen sich die umliegenden Anwohner über saubere Luft.

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