Lesedauer 2 Minuten

Mietparteien haben meist das Nachsehen, wenn es um Ladestationen für ein Elektroauto oder den Bau einer Solaranlage geht.

Änderung in Sicht

Die Kooperation zwischen der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG) und der Stadtbau Aschaffenburg GmbH in der Schopenhauerstraße ist ein regionales Leuchtturmprojekt für die Wohnungswirtschaft. Sie liefert Lösungen für ökologische Mieterstromerzeugung und Elektromobilität im Geschosswohnungsbau.

Am 15. Dezember 2021 unterzeichneten Roland Ebert, Geschäftsführer der AVG und André Kazmierski, Geschäftsführer der Stadtbau Aschaffenburg GmbH den Kooperationsvertrag.

Größtes Stadtbau-Projekt seit Jahrzehnten

Im Neubaugebiet Anwandeweg, in der Schopenhauerstraße, werden mit dem größten Stadtbau-Projekt seit Jahrzehnten in vier Mehrfamilienhäusern bis Ende 2023 124 Wohnungen entstehen. Hier werden alle Stell- und Parkplätze für E-Ladestationen vorbereitet.

Durch das dynamische Lastmanagement und das Berechtigungs-, Mess- und Abrechnungskonzept der AVG kann jeder Mieterin mit der aktuell maximal verfügbaren Leistung ein Fahrzeug laden. Der Ladestrom wird von der AVG direkt mit den Mietparteien abgerechnet.

Ich freue mich, dass wir die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtbau und der AVG nun auch im Bereich E-Mobilität fortsetzen können.

Roland Ebert, Geschäftsführer der AVG.

Bei der Stadtbau entsteht kein Aufwand für Freischaltung und Abrechnung der Ladepunkte und die Einhaltung der Leistungsgrenzen am Hausanschluss ist gesichert.

André Kazmierski von der Stadtbau

Contracting Vertrag mit der Stadtbau

Mieter*innen der Stadtbau können bei der AVG einen Ladepunkt erwerben oder über einen Contracting Vertrag abbezahlen. Zu Beginn des Bauprojektes wird die AVG drei Ladepunkte zum Testen und Demonstrieren der technischen Lösung auf eigene Kosten ausrüsten. Ergänzt wird dieses Konzept in der Schopenhauerstraße noch mit einem E-Carsharing Angebot durch die Stadtwerke und öffentliche E-Ladepunkte durch die AVG.

Dachflächen für Photovoltaik

Die Dachflächen der vier neu entstehenden Gebäude werden in der Kooperation für Photovoltaik genutzt.

Umweltfreundliche Energie, die vor Ort im Wohnquartier erzeugt, genutzt und angerechnet wird, ist ein grundlegender Baustein für den Erfolg der Energiewende und passt somit sehr gut in die nachhaltige Strategie der Stadtbau.

André Kazmierski von der Stadtbau

Dezentrale Stromerzeugung für Mieter

Der so dezentral erzeugte Strom wird den Mietparteien zum besonders günstigen Mieterstrom-Tarif angeboten. Insgesamt wird auf den vier Gebäuden bis Ende 2023 solare Erzeugungsleistung von 160 kWp entstehen. Diese Anlagen werden rund 160.000 kWh/ Strom erzeugen.

Das entspricht dem Stromverbrauch von 50 Haushalten und vermeidet jedes Jahr über 75 Tonnen CO2-Emissionen (Basis Bundesdurchschnitt).

Quelle: Stadt Aschaffenburg

Deine Meinung ist uns wichtig!

Hier kooperieren 2 Kommunale Träger miteinander, sollte das nicht die Regel für das Allgemeinwohl sein? Schreib es uns in die Kommentare!

Hat Dir der Artikel gefallen? Du findest rechts einen Spendenbutton. Wenn Du mit einem Mobilgerät hier bist, scrolle einfach weiter nach unten.

Weitere Artikel über den Bachgau findest du hier

Aufrufe: 77