Gesundheitsberatung dort, wo die Menschen ohnehin unterwegs sind: Vom 14. bis 16. Oktober war ein Beratungsbus des Landkreises Aschaffenburg auf Wochenmärkten unterwegs – kostenlos und ohne Anmeldung. Das Fazit des Landkreises zur Gesundheitsberatung im Landkreis Aschaffenburg auf Rädern fällt positiv aus. Die Beratungsstellen hinter dem Bus sind aber auch sonst für alle Bürger da.
Was im Beratungsbus angeboten wurde
An Bord waren Fachleute des Gesundheitsamts, der Koordinierenden Kinderschutzstelle (KoKi) und des Pflegestützpunkts des Landkreises. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich unter anderem informieren über:
- Pflege und Unterstützungsmöglichkeiten für Angehörige
- Gesundheit und Bewegung
- Schwangerschaft und Angebote für junge Familien
- Infektionsschutz und Hygiene
Ministerin besuchte den Bus in Kleinostheim
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach unterstützt das Projekt als Schirmherrin und besuchte den Bus in Kleinostheim. Der Beratungsbus sei eine kostenlose Anlaufstelle mitten auf dem Wochenmarkt, betonte sie. Landrat Dr. Alexander Legler zog eine positive Bilanz: Man habe dort angesetzt, wo die Menschen sind, und wolle Hemmschwellen abbauen, Hilfe auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen.
Hintergrund: Die Gesundheitsregion plus
Organisiert wurde der Bus von der Gesundheitsregionplus im Gesundheitsamt für Landkreis und Stadt Aschaffenburg. Seit Januar 2021 gehört die Region zu den vom bayerischen Gesundheitsministerium geförderten Projektregionen. Im Netzwerk arbeiten Krankenkassen, Sozialverbände, Vereine, Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und Kommunalpolitik zusammen. Ziel ist, Vorsorge, Versorgung und Pflege vor Ort besser zu vernetzen – der Beratungsbus ist eines der Projekte daraus.
Gesundheitsberatung im Landkreis Aschaffenburg: Hier gibt es Rat
Pflegestützpunkt
Der Pflegestützpunkt berät kostenlos rund um Pflege – auch dann, wenn noch gar kein Pflegefall eingetreten ist. Die Beraterinnen und Berater erklären etwa, wie man einen Pflegegrad beantragt, was der Unterschied zwischen Pflegegeld und Pflegedienst ist oder wie Tagespflege und Heimplatz finanziert werden. Pflegegeld und Pflegesachleistungen gibt es ab Pflegegrad 2. Für ein ausführliches Gespräch sollte man einen Termin vereinbaren und Unterlagen wie Arztbriefe, Krankenhausberichte oder das Gutachten des Medizinischen Dienstes mitbringen.
KoKi – Koordinierende Kinderschutzstelle
Die KoKi unterstützt werdende Eltern und Familien mit kleinen Kindern bis drei Jahre, etwa wenn der Alltag mit Baby überfordert oder Hilfe im Haushalt fehlt. Die Beratung ist freiwillig und vertraulich.
Gesundheitsamt
Das Gesundheitsamt beantwortet Fragen zu Impfungen, Infektionsschutz und Hygiene. Passend zur Jahreszeit: Wer sich jetzt gegen Grippe impfen lassen sollte, haben wir zusammengefasst.
Was das für Familien im Bachgau bedeutet
Die Angebote gelten für alle Gemeinden im Landkreis, also auch für Großostheim mit Pflaumheim, Wenigumstadt und Ringheim. Gerade pflegende Angehörige wissen oft nicht, welche Leistungen ihnen zustehen. Ein Anruf beim Pflegestützpunkt kostet nichts und kann viel Papierkram ersparen. Wer sich zusätzlich für Notfälle wappnen will, findet in unserem Beitrag Prüfen, rufen, drücken die wichtigsten Schritte zur Wiederbelebung.
Kontakt und Infos
Alle Stellen sind über das Landratsamt Aschaffenburg erreichbar, Telefon 06021 394-0, E-Mail Poststelle@Lra-ab.bayern.de. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten des Landkreises zum Pflegestützpunkt und zur Gesundheitsregion plus.




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