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Bachgau: Winterstörche melden – NABU-Aktion bis 31. Januar

Symbolbild Winterstörche Bachgau: Weißstorch auf einer Wiese in Franken

Foto: Ermell / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten)

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Ein Storch im November auf dem Acker? Was früher eine Seltenheit war, wird häufiger. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ruft dazu auf, Weißstörche zu melden, die den Winter in Deutschland verbringen statt in den Süden zu ziehen. Mitmachen kann jeder – auch wer im Bachgau, rund um Großostheim und Schaafheim, Winterstörche entdeckt. Die Aktion läuft bis zum 31. Januar.

Winterstörche im Bachgau melden: So geht es

Beobachtungen nimmt der NABU über seine Plattform NABU-naturgucker.de/weissstorch entgegen. Dort gibt es auch weitere Informationen zum Projekt. Hilfreich für die Auswertung sind ein möglichst genauer Ort, das Datum und die Zahl der beobachteten Tiere.

Das Projekt ist ein sogenanntes Citizen-Science-Projekt: Naturfreunde sammeln Daten, die Fachleute dann auswerten. In der vergangenen Wintersaison gingen bundesweit fast 1.200 Meldungen ein.

Hintergrund: Warum viele Störche nicht mehr wegfliegen

„Wir beobachten schon seit mehr als 20 Jahren, dass sich das Zugverhalten ändert“, sagt Bernd Petri von der NABU-Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz. Störche, die auf der westlichen Route ziehen, überwintern zunehmend in Spanien statt in Afrika. Auf Reisfeldern und großen Mülldeponien finden sie dort genug Futter. Zwischen November und Januar werden vermehrt Störche auch in Deutschland beobachtet.

Als Ursache sieht der NABU die Klimaerwärmung. In milderen Wintern finden die Vögel genug zu fressen: Störche sind Nahrungsgeneralisten und nehmen Mäuse, Würmer, kleine Fische und auch Abfälle. Die Kälte macht ihnen nach Angaben des NABU wenig aus. Ihr Daunengefieder hält die Wärme deutlich besser als das kleiner Singvögel wie Meise oder Spatz, die ebenfalls bei uns überwintern.

Für die Störche hat das Bleiben Vorteile: Sie sparen sich den kräftezehrenden Flug und sind im Frühjahr früher am Brutplatz. So können sie sich die besten Nester sichern. Bislang betrifft das veränderte Verhalten aber nur die sogenannten Westzieher. Die Ostzieher, die über den Bosporus nach Afrika fliegen, machen sich weiterhin auf den langen Weg.

So viele Storchenpaare wie lange nicht

Dem Weißstorch geht es in Deutschland deutlich besser als noch vor einigen Jahrzehnten. In diesem Jahr brüteten nach NABU-Angaben bundesweit rund 16.500 Storchenpaare. Wie sich die Bestände in Bayern entwickeln, dokumentiert das Landesamt für Umwelt im Weißstorch-Monitoring.

Gut zu wissen: Vögeln im Winter helfen

Störche kommen im Winter ohne menschliche Hilfe aus. Anders ist es bei vielen kleinen Gartenvögeln: Wie man sie richtig füttert, erklärt unser Ratgeber Vögel füttern im Bachgau. Wer den Garten naturnah gestaltet und Herbstlaub liegen lässt, schafft zusätzlich Unterschlupf und Nahrung für Insekten, Igel und Vögel. Wie es um einen weiteren bekannten Zugvogel steht, lesen Sie in unserem Beitrag zum Vogel des Jahres 2027, der Mehlschwalbe.

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