Was passiert eigentlich in einer Frühförderstelle – und wie finden Familien dorthin? Antworten gibt eine Exkursion am Mittwoch, 11. November, von 18.30 bis 20 Uhr zur Interdisziplinären Frühförderstelle in der Liebigstraße 2 in Aschaffenburg. Veranstalter sind das Landratsamt Aschaffenburg und der Fachdienst Gemeindecaritas. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung bis 4. November ist nötig.
Frühförderung Aschaffenburg: Das erwartet die Teilnehmer
Bei dem Besuch stellen Fachleute die Arbeitsweise der Frühförderung vor. Es geht um die verschiedenen Zugangswege für Familien und darum, welche Inhalte und Unterstützungsangebote Kinder und ihre Eltern dort erhalten. Außerdem können die Teilnehmer die Räume besichtigen.
Die Exkursion gehört zum Fortbildungskalender für das soziale Ehrenamt im Landkreis. Sie richtet sich vor allem an Menschen, die sich ehrenamtlich im sozialen Bereich engagieren – etwa in Familienpatenschaften, Nachbarschaftshilfen, Helferkreisen oder in der Kinderbetreuung – sowie an alle anderen Interessierten.
Hintergrund: Was ist Frühförderung?
Frühförderung unterstützt Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt, deren Entwicklung verzögert ist, die eine Behinderung haben oder bei denen eine Behinderung droht. „Interdisziplinär“ bedeutet, dass verschiedene Fachrichtungen zusammenarbeiten – zum Beispiel Heilpädagogik, Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Psychologie, in Abstimmung mit Kinderärzten. Gefördert wird meist spielerisch, oft auch zu Hause, und die Eltern werden eng eingebunden.
- Den ersten Kontakt können Eltern in der Regel selbst aufnehmen, häufig auf Anregung von Kinderarzt oder Kita.
- Eine Erstberatung ist in Bayern für Familien kostenfrei; die weitere Förderung wird in der Regel von Krankenkassen und Bezirk getragen.
- Je früher eine Förderung beginnt, desto besser lassen sich Entwicklungsschritte unterstützen.
Wann Eltern nachfragen sollten
Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Fachleute raten aber, sich beraten zu lassen, wenn ein Kind auffällig spät zu sprechen oder zu laufen beginnt, kaum Kontakt aufnimmt, sich schwer konzentrieren kann oder wenn Kita und Kinderarzt Auffälligkeiten bemerken. Die Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) beim Kinderarzt sind dafür ein wichtiger Anlass. Eine Beratung in der Frühförderstelle bedeutet nicht automatisch, dass eine Behinderung vorliegt – oft geht es um eine Einschätzung und Tipps für den Alltag.
Was das für Ehrenamtliche bedeutet
Wer im Ehrenamt mit Familien zu tun hat, bemerkt manchmal als Erster, dass ein Kind Unterstützung brauchen könnte. Wer die Angebote kennt, kann Eltern gezielt auf Beratungsstellen hinweisen. Weitere Themen rund um Kinder und Familie bei uns: Was Kinder vom Verhalten ihrer Eltern lernen.
Termine und Kontakt
- Wann: Mittwoch, 11. November 2026, 18.30 bis 20 Uhr
- Wo: Interdisziplinäre Frühförderstelle, Liebigstraße 2, Aschaffenburg
- Anmeldung bis 4. November: Tel. 06021 394-5117 oder veranstaltungen.fbe@Lra-ab.bayern.de
- Rückfragen: Fachstelle für bürgerschaftliches Engagement im Landratsamt, buergerengagement@Lra-ab.bayern.de, Tel. 06021 394-5117; Fachdienst Gemeindecaritas, Tel. 06021 392-206
Die Ankündigung steht auf der Website des Landkreises Aschaffenburg.




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