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Brustkrebs-Früherkennung: Welche Untersuchungen Frauen zustehen

Symbolbild: Brustkrebs-Früherkennung – rosa Schleife neben Stethoskop und Teetasse auf einem HolztischSymbolbild KI
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Im Brustkrebsmonat Oktober rückt die Brustkrebs-Früherkennung in den Fokus: Nach Daten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) wurden 2024 rund 32 Prozent mehr ihrer Versicherten wegen Brustkrebs behandelt als zehn Jahre zuvor. Gesetzlich versicherte Frauen haben Anspruch auf mehrere kostenlose Untersuchungen – und ab 2027 wird das Mammographie-Screening auf jüngere Frauen ausgeweitet.

Darum geht es: Mehr Behandlungen, vor allem ab 45

Die KKH hat bundesweit ausgewertet, wie viele ihrer Versicherten wegen bösartiger Veränderungen der Brust ärztlich behandelt wurden. 2024 waren es mehr als 30.000. Der Anteil an allen Versicherten stieg zwischen 2014 und 2024 von 2,5 auf 3,3 Prozent; besonders betroffen sind Frauen ab 45 Jahren.

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Gleichzeitig sind die Behandlungschancen umso besser, je früher ein Tumor entdeckt wird. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Kasse gaben 73 Prozent der Befragten an, dass Betroffenen im deutschen Gesundheitssystem gut geholfen werden kann.

Brustkrebs-Früherkennung: Das zahlt die Krankenkasse

  • Ab 30 Jahren: einmal jährlich Abtasten von Brust und Achselhöhlen durch die Frauenärztin oder den Frauenarzt, inklusive Anleitung zur Selbstuntersuchung.
  • 50 bis 75 Jahre: alle zwei Jahre Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm. Frauen werden schriftlich mit einem Terminvorschlag eingeladen. Die obere Altersgrenze wurde 2024 von 69 auf 75 Jahre angehoben. Wer keine Einladung erhalten hat, kann sich an die Zentrale Stelle wenden.
  • Bei erhöhtem Risiko, etwa durch familiäre Vorbelastung, gibt es weitergehende Programme in spezialisierten Zentren. Manche Kassen bieten darüber hinaus Zusatzleistungen an; die KKH etwa übernimmt für Frauen mit erhöhtem Risiko einmal jährlich eine medizinische Tastuntersuchung durch speziell geschulte Untersucherinnen.

Neu ab 2027: Screening schon ab 45

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 15. Oktober 2026 beschlossen, das Mammographie-Screening auf Frauen von 45 bis 49 Jahren auszuweiten. Voraussichtlich ab 1. August 2027 können sie teilnehmen, müssen sich anfangs aber selbst um einen Termin kümmern. Automatische Einladungen sind ab 1. Januar 2028 geplant.

Termine vergibt die jeweils zuständige Zentrale Stelle des Screening-Programms; sie vermittelt an eine Screening-Einheit in der Nähe. Die Kontaktdaten für Bayern und Hessen – und damit auch für Frauen im Bachgau – finden sich auf der Seite der Kooperationsgemeinschaft Mammographie.

Gut zu wissen: Die eigene Brust kennen

Ärztinnen empfehlen, mit dem eigenen Körper vertraut zu sein, um Veränderungen früh zu bemerken. Neue Knoten, Einziehungen der Haut oder Brustwarze, Rötungen, Schwellungen oder Flüssigkeit aus der Brustwarze sollten ärztlich abgeklärt werden. Wichtig: Viele dieser Anzeichen haben harmlose, oft hormonelle Ursachen. Ein Arztbesuch schafft Klarheit und sollte nicht aus Angst aufgeschoben werden.

Die KKH bietet am Dienstag, 27. Oktober, und am Mittwoch, 4. November 2026, jeweils um 19 Uhr ein kostenloses Webinar „Brustgesundheit im Fokus“ an, bei dem Fragen an Expertinnen gestellt werden können. Informationen und Anmeldung gibt es auf der Aktionsseite der KKH.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter sollte ich zur Brustkrebs-Früherkennung?

Die jährliche Tastuntersuchung beim Frauenarzt steht gesetzlich Versicherten ab 30 Jahren zu. Zum Mammographie-Screening werden Frauen von 50 bis 75 eingeladen, ab August 2027 können auch 45- bis 49-Jährige teilnehmen.

Kostet das Mammographie-Screening etwas?

Nein. Für gesetzlich Versicherte ist die Teilnahme im Rahmen des Programms kostenlos. Privatversicherte sollten die Kostenübernahme mit ihrer Versicherung klären.

Ich habe einen Knoten ertastet – soll ich bis zum nächsten Screening warten?

Nein. Das Screening ist für Frauen ohne Beschwerden gedacht. Wer eine Veränderung bemerkt, sollte zeitnah die Frauenarztpraxis aufsuchen.

Wo bekomme ich unabhängige Informationen?

Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums beantwortet Fragen kostenlos unter 0800 420 30 40 (täglich 8 bis 20 Uhr). Ausführliche Informationen zum Screening bietet der Gemeinsame Bundesausschuss.

Weitere Gesundheitsthemen bei uns: Grippeimpfung – wer sich jetzt impfen lassen sollte und Warum jeder Wiederbelebung können sollte.

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