Der Verwaltungsnachwuchs in Unterfranken hat seine Ausbildung mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen. Wie die Regierung von Unterfranken mitteilt, würdigte Regierungsvizepräsident Jochen Lange in Würzburg die Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung zum Verwaltungswirt in Unterfranken. Herausragend schnitt Benjamin Diemer ab: Er belegte unter 373 Prüflingen in ganz Bayern den 13. Platz.
Ausbildung Verwaltungswirt in Unterfranken: Das ist passiert
Die Absolventinnen und Absolventen haben die Qualifikationsprüfung für den Einstieg in die zweite Qualifikationsebene im nichttechnischen Verwaltungsdienst bestanden – früher sprach man vom mittleren Dienst. Mit dem Abschluss tragen sie den Titel „Verwaltungswirtin“ beziehungsweise „Verwaltungswirt“.
Benjamin Diemer hat seine Ausbildung am Landratsamt Main-Spessart absolviert und arbeitet inzwischen bei der Regierung von Unterfranken. Lange lobte sein Engagement während der Ausbildung. Ein gut qualifizierter öffentlicher Dienst sei ein wichtiger Standortfaktor, sagte der Regierungsvizepräsident: Er schaffe verlässliche Rahmenbedingungen für Bürger und Wirtschaft. Die Ergebnisse zeigten die hohe Qualität der Ausbildung und die Leistungsbereitschaft des Nachwuchses.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert zwei Jahre und beginnt jeweils am 1. September. Die Nachwuchskräfte sind in dieser Zeit Beamtinnen und Beamte auf Widerruf und erhalten Anwärterbezüge. Der Vorbereitungsdienst verbindet Theorie und Praxis:
- 41 Wochen Fachlehrgänge an der Bayerischen Verwaltungsschule in Würzburg, verteilt auf mehrere Lehrgänge, am Ende steht die Qualifikationsprüfung
- 63 Wochen Praxis an einem unterfränkischen Landratsamt und bei der Regierung von Unterfranken
- Inhalte: unter anderem Kommunalrecht, allgemeines Verwaltungsrecht, Beamten-, Arbeits- und Tarifrecht, Privatrecht sowie Verwaltungsbetriebswirtschaft und kommunale Finanzwirtschaft
Nach dem Abschluss arbeiten Verwaltungswirte zum Beispiel in der Bearbeitung von Anträgen, in der Bürgerberatung oder in Bereichen, in denen es um Zahlen und Haushalt geht. Wie lange viele Beschäftigte ihrem Arbeitgeber in der Region die Treue halten, zeigen Ehrungen wie die für 40 Dienstjahre im Wasserwerk Großostheim.
Was Bewerber wissen sollten
Wer sich für diesen Weg interessiert, braucht mindestens einen qualifizierenden Abschluss der Mittelschule oder einen mittleren Schulabschluss. Vor der Bewerbung bei einer Behörde steht die erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren des Landespersonalausschusses für die zweite Qualifikationsebene. Für das Einstellungsjahr 2027 endete die Anmeldefrist bereits im Mai 2026; die Termine für spätere Jahrgänge veröffentlicht der Landespersonalausschuss auf lpa.bayern.de.
Ausbildungsplätze bieten neben der Regierung auch die Landratsämter an – am Untermain zum Beispiel der Landkreis Miltenberg. Gefragt sind laut den Ausbildungsbehörden Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft, Interesse am Umgang mit Gesetzen und Freude am Kontakt mit Menschen.
Kontakt
- Ausbildung bei der Regierung von Unterfranken: Ausbildungsbetreuer Jonathan Bauer, Telefon 0931 380-1232, E-Mail Ausbildung@reg-ufr.bayern.de
- Infos zum Auswahlverfahren: Landespersonalausschuss Bayern
- Originalmeldung: Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken
Weitere Meldungen der Regierung von Unterfranken finden Sie bei uns etwa zum Förderprogramm HeckenReich Unterfranken.




Schreibe einen Kommentar