In Kleinwallstadt (Landkreis Miltenberg) sind in der Nacht zum Donnerstag zwei Jugendliche mit ihren E-Scootern vor einer Polizeistreife geflüchtet. Beide 15-Jährigen wurden kurz darauf ermittelt, die Roller sichergestellt.
E-Scooter in Kleinwallstadt: Flucht mit rund 50 km/h
Kurz nach Mitternacht fiel der Streife ein Jugendlicher auf, der mit seinem E-Scooter einen sogenannten Wheelie fuhr. Als die Beamten wendeten, um die beiden zu kontrollieren, gaben sie Gas. Einer der 15-Jährigen erreichte laut Polizei bis zu rund 50 km/h und fuhr mehrfach mit hohem Tempo durch Kreuzungen und Einmündungen. Die Beamten trafen ihn schließlich in einem Innenhof in der Amtsgasse an. Den zweiten Jugendlichen fanden sie an seiner Wohnanschrift.
An keinem der beiden Roller war ein Versicherungskennzeichen angebracht. Die Polizei ermittelt wegen mehrerer Verkehrsdelikte, die Jugendlichen wurden ihren Eltern übergeben.
Gut zu wissen: Diese Regeln gelten für E-Scooter
- E-Scooter dürfen ab 14 Jahren gefahren werden, eine Fahrerlaubnis ist nicht nötig.
- Zulässig sind höchstens 20 km/h. Wer deutlich schneller ist, fährt oft einen manipulierten Roller – dann erlischt die Betriebserlaubnis, und es kann eine Fahrerlaubnis nötig werden.
- Ohne gültiges Versicherungskennzeichen fehlt der Haftpflichtschutz. Das ist eine Straftat nach dem Pflichtversicherungsgesetz; bei einem Unfall haften Fahrer und Eltern womöglich selbst.
- Die Kennzeichen wechseln jedes Jahr zum 1. März die Farbe.
Eltern sollten daher prüfen, ob Roller ihrer Kinder versichert und unverändert sind. Weitere E-Scooter-Fälle aus der Region finden sich in unserem Überblick Region Untermain: E-Bike, E-Scooter und Kennzeichen gestohlen; Kontrollen im Landkreis Miltenberg gab es zuletzt auch in Miltenberg und Kleinheubach.
Die Angaben stammen vom Polizeipräsidium Unterfranken.



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