Die Stadt Aschaffenburg sucht wieder Projekte, die Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zusammendenken: Zum 27. Mal schreibt sie den Nachhaltigkeitspreis Aschaffenburg aus. Vorschläge für das Jahr 2026 können bis Montag, 7. Dezember 2026, eingereicht werden, teilt die Stadt mit.
Darum geht es beim Nachhaltigkeitspreis Aschaffenburg
Mit dem Preis würdigt die Stadt Projekte und Leistungen, die den Gedanken der Nachhaltigkeit in herausragender Weise berücksichtigen. Entscheidend ist die Verknüpfung: Ein Projekt soll mindestens zwei der drei Bereiche Ökologie, Ökonomie sowie Soziales und Kultur sinnvoll miteinander verbinden. Ein reines Umweltprojekt reicht also nicht automatisch – gefragt sind Ideen, die etwa ökologischen Nutzen mit sozialem Engagement oder wirtschaftlicher Tragfähigkeit verbinden.
Denkbar sind zum Beispiel Repair- und Tauschangebote, die Ressourcen schonen und Nachbarn zusammenbringen, Schulprojekte zu Ernährung und Klima, Betriebe mit umweltfreundlichen Abläufen und fairen Arbeitsbedingungen oder Vereine, die Grünflächen pflegen und dabei Menschen einbinden.
Hintergrund: Was Nachhaltigkeit meint
Der Begriff geht auf die Forstwirtschaft zurück: Es sollte nicht mehr Holz geschlagen werden, als nachwächst. Heute steht er für eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllt, ohne künftigen Generationen die Lebensgrundlagen zu nehmen. Weltweit haben die Vereinten Nationen dafür 17 Nachhaltigkeitsziele formuliert – von Klimaschutz über Bildung bis zu fairer Arbeit. Kommunen setzen diese Ziele vor Ort um, etwa über Klimaschutzkonzepte, fairen Einkauf oder die Förderung von Ehrenamt. Der Aschaffenburger Preis soll zeigen, dass dazu auch Bürger, Vereine und Betriebe viel beitragen.
Wer vorgeschlagen werden kann
- Einzelpersonen
- Gruppen und Initiativen
- Organisationen und Vereine
- Firmen
Voraussetzung ist, dass sie aus der Stadt Aschaffenburg kommen. Projekte aus dem Landkreis oder dem Bachgau sind damit nicht teilnahmeberechtigt – wer dort aktiv ist, kann aber beispielsweise auf Angebote wie den Integrationspreis oder Förderprogramme der eigenen Gemeinde schauen.
So funktioniert die Bewerbung
Es genügt eine kurze Projektbeschreibung. Sie geht an die Stadt Aschaffenburg, Sachgebiet Klima und Nachhaltigkeit, Koordinator Nachhaltigkeit Andreas Jung, Pfaffengasse 11, Tel. 06021 330-1491, E-Mail nachhaltigkeit@aschaffenburg.de. Sinnvoll ist, in der Beschreibung kurz darzulegen, welche Bereiche das Projekt verbindet, seit wann es läuft, wer beteiligt ist und was es bisher bewirkt hat – etwa eingesparte Ressourcen, erreichte Menschen oder neue Kooperationen.
Gut zu wissen
Man kann sich nicht nur selbst bewerben, sondern auch andere vorschlagen – etwa den Nachbarschaftsverein oder das Unternehmen, dessen Engagement man schätzt. Tipp: Konkrete Zahlen und Fotos machen eine Bewerbung anschaulicher als allgemeine Absichtserklärungen. Auch kleine Projekte haben eine Chance, wenn sie zeigen, wie mehrere Ziele zusammenwirken. Die Ausschreibung steht auf der Website der Stadt Aschaffenburg. Wer sich für Energiethemen interessiert, findet Termine in unserem Überblick über kostenlose Energie-Infotage in Stadt und Landkreis.
Termine und Kontakt
- Bewerbungsschluss: Montag, 7. Dezember 2026
- Kontakt: Sachgebiet Klima und Nachhaltigkeit, Tel. 06021 330-1491




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