Ein aufmerksamer Anwohner hat in Klingenberg am Main dafür gesorgt, dass vier mutmaßliche Einbrecher nicht weit gekommen sind. Die Polizei nahm die Männer in der Nacht zum Montag nur kurze Zeit nach einem Einbruch in eine Gaststätte fest. Inzwischen sitzen alle vier in Untersuchungshaft. Das teilen das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg gemeinsam mit.
Knallgeräusche in der Nacht
Am Montag gegen 1.25 Uhr hörte der Anwohner laute Knallgeräusche an einer Gaststätte in der Hauptstraße und sah anschließend vier Männer zu Fuß davonlaufen. Er verständigte sofort die Einsatzzentrale der Polizei. Streifen der Polizeiinspektion Obernburg und benachbarter Dienststellen fuhren umgehend zum Tatort.
Dort stellten die Beamten fest, dass die Tür der Gaststätte gewaltsam aufgehebelt worden war. Ziel der Täter war offenbar ein Spielautomat in den Räumen.
Festnahme auf der Mainbrücke
Nur kurze Zeit später trafen die Einsatzkräfte auf der nahen Mainbrücke auf die vier Gesuchten und nahmen sie vorläufig fest. Bei den Männern im Alter von 18 bis 41 Jahren fanden die Beamten Aufbruchwerkzeug und einen größeren Betrag an Münzgeld.
Haftbefehle wegen Bandendiebstahls
Nach einer Nacht in der Haftzelle wurden die Tatverdächtigen, die keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben, einer Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Sie ordnete wegen des dringenden Tatverdachts des Bandendiebstahls Untersuchungshaft an. Die Männer wurden in Justizvollzugsanstalten gebracht.
Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Richtig reagieren bei verdächtigen Beobachtungen
Der Fall zeigt, wie wichtig schnelle Hinweise aus der Bevölkerung sind. Wer nachts verdächtige Geräusche hört oder Personen beobachtet, die sich auffällig an Gebäuden oder Fahrzeugen zu schaffen machen, sollte nicht zögern und den Notruf 110 wählen. Wichtig ist, sich dabei nicht selbst in Gefahr zu bringen und der Polizei möglichst genau zu schildern, was man gesehen hat: Anzahl der Personen, Kleidung, Fluchtrichtung.
Quelle: Polizeipräsidium Unterfranken und Staatsanwaltschaft Aschaffenburg, gemeinsame Pressemitteilung vom 21.10.2026



