Vom 9. bis 15. November 2026 läuft die erste bundesweite Impf-Aktionswoche – auch in Aschaffenburg und im Bachgau ist das ein guter Anlass, den Impfpass zu prüfen. Das Bundesgesundheitsministerium hat die Woche unter das Motto „Sich und andere schützen“ gestellt. Geimpft wird in Arztpraxen, und gegen Grippe und Corona auch in vielen Apotheken.
Impf-Aktionswoche Aschaffenburg: Darum geht es
Die Aktionswoche findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt und soll künftig jährlich wiederholt werden. Sie soll über Impfungen aufklären und die Impfquoten erhöhen. Dazu gehören Informationen über Impfangebote in der Nähe, die Kontrolle des Impfpasses und die Impfungen selbst. Die Apotheken beteiligen sich nach Angaben ihrer Bundesvereinigung ABDA mit einer eigenen Kampagne.
Wer sich jetzt impfen lassen sollte
Für ältere Menschen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) mehrere Impfungen. Die Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums nennt:
- ab 60 Jahren: jährliche Grippeimpfung sowie Impfungen gegen Gürtelrose und Pneumokokken
- ab 75 Jahren oder bei Betreuung in einer Pflegeeinrichtung: zusätzlich die Impfung gegen RSV und eine jährliche Auffrischung gegen Covid-19
- chronisch Kranke und Menschen mit geschwächtem Immunsystem: sollten sich beraten lassen, welche Impfungen für sie infrage kommen
Wer zu welcher Gruppe gehört und welche Impfung im Einzelfall sinnvoll ist, klärt am besten die Hausärztin oder der Hausarzt. Mehr zur Grippeimpfung, zu Risikogruppen und zum richtigen Zeitpunkt steht in unserem Ratgeber Grippeimpfung: Wer sich jetzt impfen lassen sollte. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.
Impfen in der Apotheke: Was möglich ist
Apotheken dürfen seit 2020 gegen Grippe und Covid-19 impfen, allerdings nur unter strengen fachlichen, räumlichen und organisatorischen Auflagen. Nicht jede Apotheke bietet das deshalb an. Bundesweit haben in der Grippesaison 2025/26 nach Angaben der ABDA rund 1.700 Apotheken gegen Grippe geimpft, in der vergangenen Saison ließen sich dort fast 220.000 Menschen gegen Influenza impfen. Mit der Apothekenreform sollen Apotheken nach Angaben des Verbands bald weitere Impfungen anbieten können.
Welche Apotheke in der Nähe impft, lässt sich mit der Apothekensuche auf die-apotheken.de herausfinden. Am einfachsten ist es, vorher in der Stammapotheke anzurufen und nach Terminen zu fragen. Die Krankenversicherungskarte und, wenn vorhanden, den Impfpass sollte man mitbringen.
Wo es in Aschaffenburg und im Bachgau Impfungen gibt
- Hausarztpraxen: Dort sind in der Regel alle von der STIKO empfohlenen Impfungen möglich, auch gegen Gürtelrose, Pneumokokken und RSV.
- Apotheken: Grippe- und Corona-Impfung vor allem für Erwachsene, je nach Angebot der Apotheke.
- Gesundheitsämter und Betriebsärzte: bieten teils ebenfalls Impfungen und Impfberatung an.
Wer nachts oder am Wochenende eine dienstbereite Apotheke sucht – etwa wegen eines Rezepts nach dem Arztbesuch –, findet sie in unserer ständig aktualisierten Übersicht Notdienst Aschaffenburg und Bachgau.
Häufige Fragen
Kostet die Impfung in der Apotheke etwas?
Für Menschen, für die die STIKO die Grippe- oder Corona-Impfung empfiehlt, übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten. Einzelne Kassen zahlen die Grippeimpfung auch für alle Versicherten. Im Zweifel bei der eigenen Krankenkasse nachfragen.
Kann man Grippe- und Corona-Impfung gleichzeitig bekommen?
Ja, beide Impfungen können nach Angaben der STIKO am selben Termin gegeben werden, in der Regel in verschiedene Arme. Ob das im Einzelfall passt, besprechen Impfwillige vor Ort.
Wo finde ich weitere verlässliche Informationen?
Das Gesundheitsportal des Bundes erklärt die Aktionswoche und die Impfempfehlungen auf gesund.bund.de. Weitere Gesundheitsangebote in der Region, etwa die Termine zum Blutspenden im November, finden sich auf bachgau.social in der Rubrik Gesundheit.




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