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Falschparker Aschaffenburg: ADFC ruft zum Fahrradklima-Test auf

Falschparker Aschaffenburg: geparktes Auto an einem Radweg, Motiv des ADFC zum Fahrradklima-Test 2026

Grafik: ADFC Aschaffenburg-Miltenberg

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Autos auf Radwegen und zugeparkte Gehwege gehören für viele Radfahrer und Fußgänger in Aschaffenburg zum Alltag. Der ADFC-Kreisverband Aschaffenburg-Miltenberg stellt deshalb beim laufenden Fahrradklima-Test 2026 die Frage: Kontrolliert die Stadt Falschparker auf Geh- und Radwegen ausreichend? Noch bis zum 30. November kann jeder online unter fkt.adfc.de bewerten, wie fahrradfreundlich sein Wohnort ist.

Falschparker in Aschaffenburg: die schlechteste Note im Test 2024

Das Thema kommt nicht von ungefähr. Beim letzten Fahrradklima-Test 2024 erreichte Aschaffenburg mit 348 Teilnehmenden die Gesamtnote 3,88 und lag damit unter 113 Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern auf Platz 35, in Bayern sogar vorn in dieser Größenklasse. Den schlechtesten Wert gab es aber genau bei der Frage, ob Falschparker auf Radwegen kontrolliert werden: Note 5,2. Mehr zum Test und zur Lage in den Bachgau-Gemeinden steht in unserem Beitrag ADFC-Fahrradklima-Test 2026: Wie fahrradfreundlich ist der Bachgau?

Als der ADFC die Ergebnisse im Fahrradforum der Stadt vorstellte, nannte der Kreisverband die Konflikte zwischen Rad- und Kraftverkehr und die Falschparkersituation als wichtige Themen. „Die Leute fühlen sich nicht sicher!“, heißt es dazu beim ADFC.

Was das Ordnungsamt dazu sagt

Nach Darstellung des ADFC verwies das städtische Ordnungsamt im Fahrradforum auf die Möglichkeit von Drittanzeigen: Bürger können Falschparker selbst anzeigen, dafür wurde eine zusätzliche Stelle im Innendienst geschaffen. Nötig sind demnach:

  • ein Foto des Verstoßes, bei Parkverstößen zwei Fotos im Abstand von etwa sechs bis sieben Minuten,
  • Datum und Uhrzeit,
  • die Bereitschaft, als Zeuge auszusagen. Der Name wird nur bei einer Gerichtsverhandlung genannt.

Streit um das Gehwegparken

Auch beim Gehwegparken gibt es Diskussionen. Die Stadt hatte sich 2024 eine Restbreite von 1,80 Metern für Fußgänger zum Ziel gesetzt (unser Bericht dazu). Im Planungs- und Verkehrssenat am 14. Juli 2026 wurde nach Angaben des ADFC beschlossen zu prüfen, ob 1,50 Meter ausreichen. Der ADFC reagierte mit einem offenen Brief an den Oberbürgermeister: „Diese Position ist nicht akzeptabel.“ Eine Neuregelung für mehrere Straßen in Schweinheim, mit der das bisher geduldete Gehwegparken beendet werden soll, ist noch nicht beschlossen. Die Stellungnahmen stehen auf der Seite des ADFC zum Radverkehr in Aschaffenburg.

Gut zu wissen: Was Falschparken kostet

Wer auf einem Geh- oder Radweg parkt, zahlt nach dem bundesweiten Bußgeldkatalog mindestens 55 Euro. Mit Behinderung, Gefährdung oder bei längerem Parken steigt das Bußgeld auf 70 bis 100 Euro, dazu kommt ein Punkt in Flensburg. Auch in Großostheim und den Ortsteilen sind zugeparkte Gehwege ein Ärgernis; die Regeln haben wir in Gehwegparken in Großostheim und im Bachgau zusammengestellt.

So machen Sie beim Fahrradklima-Test mit

  • Online unter fkt.adfc.de, 27 Fragen, Dauer etwa zehn Minuten.
  • Für junge Leute von 10 bis 20 Jahren gibt es erstmals einen eigenen Fragebogen: fkt.adfc.de/fkt-jugendliche.
  • Teilnahme bis 30. November 2026. Ein Ort wird nur gewertet, wenn genug Antworten zusammenkommen, für Großostheim sind es mindestens 50.
  • Am Samstag, 31. Oktober, von 11 bis 16 Uhr informiert der ADFC mit einem Infostand in der Herstallstraße (Ecke Diekmann) in Aschaffenburg.

Weitere Informationen gibt der Kreisverband auf adfc-aschaffenburg.de/fahrradklimatest.

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