Spaziergänger, Jogger und Hundebesitzer müssen am Dienstag, 17. November 2026, in Aschaffenburg ausweichen: Von 8 bis 14 Uhr sind die Waldwege im Strietwald und im Stiftstriet gesperrt. Grund ist eine Bewegungsjagd mit mehreren Jägern und Hunden, wie die Stadt Aschaffenburg mitteilt. Das Forstamt bittet alle Waldbesucher dringend, die Sperrungen zu beachten und in andere Waldgebiete auszuweichen. Wer an diesem Vormittag ohnehin raus möchte, plant die Runde am besten gleich in einem anderen Wald oder verschiebt sie auf den Nachmittag.
Alle aktuellen Sperrungen und Baustellen in Aschaffenburg und im Bachgau stehen in unserer Übersicht der Sperrungen, die laufend aktualisiert wird.
Strietwald gesperrt: Darum geht es
Mit der Jagd soll der Bestand an Wildschweinen verringert werden. Hintergrund ist die Afrikanische Schweinepest (ASP), die sich nach Angaben der Stadt weiter ausbreitet. Je weniger Wildschweine in einem Gebiet leben, desto geringer ist das Risiko, dass sich die Tierseuche von Tier zu Tier weiterträgt.
Bei einer Bewegungsjagd werden die Tiere von Treibern und Hunden in Bewegung gebracht, während die Jäger an festen Ständen warten. Weil dabei geschossen wird und Hunde frei laufen, sind Sperrungen der Wege für die Sicherheit der Waldbesucher unerlässlich. Solche Jagden finden üblicherweise im Herbst und Winter statt; in Aschaffenburg wurden auch in früheren Jahren schon Waldwege wegen einer Jagd gesperrt.
Was die Afrikanische Schweinepest bedeutet
Die ASP ist eine Viruserkrankung, die Haus- und Wildschweine befällt und für sie fast immer tödlich endet. Für Menschen und andere Haustiere wie Hunde und Katzen ist sie nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts ungefährlich. Gefährlich ist sie vor allem für Schweinehalter: Bricht die Seuche in einem Bestand aus, müssen die Tiere getötet werden, und rund um Fundorte gelten strenge Auflagen. In Südhessen ist die ASP seit 2024 bei Wildschweinen nachgewiesen – also auch in der Nachbarschaft des Bachgaus.
Jeder kann helfen, die Ausbreitung zu bremsen. Das Virus kann lange in Fleisch- und Wurstwaren überleben, deshalb gehören Essensreste nie in die Natur, sondern immer in verschlossene Mülleimer. Wer ein totes Wildschwein findet, sollte es nicht anfassen und den Fund dem zuständigen Veterinäramt oder der Polizei melden. Ausführliche Informationen bietet das Friedrich-Loeffler-Institut.
Gut zu wissen
- Wann: Dienstag, 17. November 2026, 8 bis 14 Uhr
- Wo: Waldwege im Strietwald und im Stiftstriet, Stadt Aschaffenburg
- Grund: Bewegungsjagd auf Wildschweine zur Vorbeugung gegen die Afrikanische Schweinepest
- Danach: ab 14 Uhr sind die Wege wieder frei, sofern vor Ort nichts anderes angezeigt ist
- Bitte: Absperrungen und Schilder beachten, Hunde anleinen, andere Waldgebiete nutzen
- Fragen: Stadtverwaltung Aschaffenburg, Telefon 06021/330-0




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