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Stadtarchiv Aschaffenburg unterzeichnet „Open Heritage Statement“

Regale im Magazin des Stadt- und Stiftsarchivs – Stadtarchiv Aschaffenburg unterstützt freien Zugang zum Kulturerbe

Foto: Stadtarchiv Aschaffenburg / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten)

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Das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg setzt sich für einen freien Zugang zu historischen Dokumenten ein: Die Stadt Aschaffenburg hat das „Open Heritage Statement“ unterzeichnet. Das ist ein weltweiter Aufruf für einen gerechten Zugang zum öffentlichen Kulturerbe, ins Leben gerufen von Creative Commons und der Open Heritage Coalition. Die Anregung kam über die Deutsche UNESCO-Kommission, aufgegriffen hat sie das Stadtarchiv Aschaffenburg.

Worum es beim „Open Heritage Statement“ geht

Der Zugang zum Kulturerbe ist nach dem Verständnis der Erklärung ein wesentlicher Teil des Grundrechts auf Teilnahme am kulturellen Leben. Er sei wichtig für den Schutz kultureller und sprachlicher Vielfalt, für nachhaltige Entwicklung und für demokratische Gesellschaften. Trotzdem bleibe ein Großteil des Kulturerbes wegen unnötiger Hürden unzugänglich. Nur ein kleinerer Teil der Archive, Museen und Bibliotheken stelle seine Sammlungen bisher offen zur Verfügung.

Die Erklärung definiert gemeinsame Werte, benennt Herausforderungen und legt Prioritäten fest. Sie soll Grundlage für einen Dialog über einen internationalen Rahmen für offenes Kulturerbe sein und die Arbeit der UNESCO zu kulturellen Rechten und digitaler Transformation unterstützen. Unterzeichnet haben bisher mehr als 115 Organisationen aus zahlreichen Ländern, in Deutschland unter anderem das Bundesarchiv, das Landesarchiv Baden-Württemberg, der deutsche Archivverband und mehrere Universitätsbibliotheken. Den Text der Erklärung gibt es unter openheritagestatement.org.

Stadtarchiv Aschaffenburg: Was schon frei zugänglich ist

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die Stadt an einem Beispiel: Der Nachlass der Familie Brentano ist fast vollständig digitalisiert. Ein Brief von Emilie Brentano an ihren Sohn Lujo aus dem Jahr 1855 kann online in der Deutschen Digitalen Bibliothek angesehen werden. Dort sind Bestände vieler Archive, Bibliotheken und Museen frei durchsuchbar – auch für Familien- und Heimatforscher aus dem Bachgau lohnt sich ein Blick.

Das Stadt- und Stiftsarchiv sitzt im Schönborner Hof in der Aschaffenburger Altstadt. Es bewahrt Urkunden, Akten, Fotos und Zeitungsausschnitte zur Stadtgeschichte und zur Geschichte des Stifts St. Peter und Alexander. Beim Tag der Archive öffnet es regelmäßig seine Türen; in der Coffee-Lecture-Reihe im Digitalladen ist das Archiv am 3. Dezember mit dem Thema „Vergangenheit in 3D“ zu Gast, wie wir bei der Ankündigung der Coffee Lecture zum Online-Ausweis berichtet haben.

Was das für Leser bedeutet

  • Digitalisierte Bestände lassen sich von zu Hause aus ansehen, ohne Termin im Lesesaal.
  • Offene Lizenzen erleichtern es Schulen, Vereinen und Heimatforschern, historische Bilder und Dokumente zu nutzen.
  • Wer Fragen zu bestimmten Beständen hat, wendet sich direkt an das Stadt- und Stiftsarchiv.

Wie Heimatgeschichte digital gefördert werden kann, war bei uns schon beim Projekt HeimatHub Thema.

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