Wer im Landkreis Aschaffenburg alte Möbel, eine kaputte Waschmaschine oder ausgediente Gartenmöbel loswerden will, kann die Abholung jetzt komplett online bestellen. Wie die Abfallwirtschaft des Landratsamts mitteilt, lässt sich der Antrag für die Sperrmüll-Abholung im Landkreis Aschaffenburg ab sofort direkt im Internet ausfüllen und abschicken – ohne Registrierung im Abfallserviceportal. Das gilt auch für Haushalte in Großostheim, Pflaumheim, Wenigumstadt und Ringheim.
Sperrmüll im Landkreis Aschaffenburg: So funktioniert der Online-Antrag
Das neue Formular ist unter lra-ab.cubefour.de/sperrmuell.html erreichbar. Bisher musste der Antrag ausgedruckt, von Hand unterschrieben und per Post an das beauftragte Entsorgungsunternehmen geschickt werden. Das entfällt nun: Die Anmeldung läuft vollständig papierlos und digital. Nach der Bearbeitung und der Tourenplanung bekommt man den Abholtermin mitgeteilt.
Wichtig beim Ausfüllen: Art und Menge der Gegenstände sollten möglichst genau angegeben werden. Ist bei der Abholung niemand zu Hause, nimmt das Personal nur das mit, was im Antrag steht. Eine formlose oder telefonische Anmeldung ist weiterhin nicht möglich. Wer lieber über das Handy bestellt, kann die Abholung auch in der neuen Abfall-App des Landkreises beauftragen.
Was abgeholt wird
Die Wertstoff- und Sperrmüllabfuhr kommt auf Abruf direkt vors Haus. Eigentümer und Mieter können sie beliebig oft nutzen, allerdings nur für haushaltsübliche Mengen. Mitgenommen werden unter anderem:
- Elektrogroßgeräte über 50 Zentimeter: Waschmaschinen, Trockner, Spülmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte, Fernseher, Monitore, E-Herde
- Metall: Metallmöbel, Fahrräder, Heizkörper, Grills, Regenrinnen, Metallzäune
- Holz: Bettgestelle, Tische, Stühle, Schränke, Laminat, Spanplatten
- Kunststoff: Gartenmöbel, Regentonnen, Wannen, Eimer, Wäschekörbe, Komposter
- Sperrmüll: Polstermöbel, Matratzen, Teppiche, Spiegel, Fenster, Außentüren, Möbel aus gemischten Materialien
Was stehen bleibt
Nicht abgeholt werden zum Beispiel Elektrokleingeräte, Reifen, Gasflaschen, Feuerlöscher, Nachtspeicheröfen, Bauschutt, Gipskartonplatten, Dämmmaterial, Sanitärkeramik, Grünabfälle, Textilien, Schadstoffe sowie Stücke, die länger als zwei Meter und schwerer als 50 Kilogramm sind. Auch Abfälle aus Renovierungen und größere Mengen aus Haushaltsauflösungen bleiben stehen. Für falsch bereitgestellte Dinge ist der Eigentümer des Grundstücks verantwortlich.
Das kostet die Abholung
- Anfahrpauschale: 15 Euro – sie entfällt, wenn nur Elektrogroßgeräte abgeholt werden
- Gewichtsgebühr für Sperrmüll: 0,26 Euro pro Kilogramm; ab 61 Kilogramm fällt die Pauschale weg
- Wertstoffe und Elektrogroßgeräte: keine Gewichtsgebühr, Wertstoffe ab 58 Kilogramm komplett kostenfrei
- Expresszuschlag: 25 Euro, wenn innerhalb von vier Werktagen abgeholt werden soll
Gewogen wird vor Ort im Fahrzeug, den Wiegebeleg bekommt man sofort. Die Rechnung schickt anschließend das Landratsamt. Wer die Sachen nicht selbst an die Straße tragen kann, kann beim Entsorger einen Vollservice dazubuchen; der wird gesondert berechnet und vor Ort bar bezahlt.
Gut zu wissen
Bevor etwas auf dem Sperrmüll landet, lohnt sich ein Blick, ob es noch zu retten ist: Im Repair Café in Großostheim und Ringheim wird kostenlos repariert, und der Landkreis zahlt einen Reparaturbonus von bis zu 100 Euro im Jahr.
Das Angebot gilt nur für die Gemeinden im Landkreis Aschaffenburg. Schaafheim mit Mosbach, Radheim und Schlierbach gehört zum hessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg, der die Abfuhr selbst organisiert. Die Stadt Aschaffenburg regelt die Müllabfuhr ebenfalls eigenständig; Infos gibt es in der App der Stadtwerke Aschaffenburg.
Fragen beantwortet die Abfallwirtschaft im Landratsamt unter 06021 394-7422 oder per E-Mail an Abfallberatung@lra-ab.bayern.de. Alle Infos zur Abfuhr stehen auch auf der Infoseite des Landkreises.




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