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Radtour-Tipp: Bachgau-Tour – 33 km ab Großostheim an den Main

Roland-Schwing-Brücke bei Niedernberg am Main, an der die Radtour ab Großostheim (Bachgau-Tour) vorbeiführt

Foto: Freak-Line-Community / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten)

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Vom Marktplatz an den Main, am Ufer entlang bis Obernburg und über Mömlingen und den Waldrand am Odenwald zurück in den Bachgau: Die Bachgau-Tour ist eine rund 33 Kilometer lange Radtour ab Großostheim, die fast komplett auf Asphalt verläuft. Genau am höchsten Punkt wartet mit dem Wirtshaus Waldesruh eine Einkehr. Damit passt die Runde gut in einen Herbsttag, an dem es schon gegen 17 Uhr dunkel wird.

Die Strecke stammt aus dem Tourenangebot der Region Churfranken und ist als Bachgau-Tour (Nr. 149) auf wildganz.com mit GPX-Track beschrieben. Offizieller Start ist dort Niedernberg; weil es eine Rundtour ist, beginnen wir sie für Bachgauer direkt am Marktplatz in Großostheim.

Steckbrief: Bachgau-Tour

  • Start und Ziel: Marktplatz Großostheim (Rundtour, Einstieg auch in Niedernberg oder Obernburg möglich)
  • Länge: rund 33 Kilometer
  • Höhenmeter: knapp 300 (291 laut GPX-Track), höchster Punkt etwa 224 Meter
  • Dauer: etwa zwei bis drei Stunden reine Fahrzeit, mit Einkehr entsprechend länger
  • Schwierigkeit: leicht, mit einem kurzen, steilen Anstieg hinter Mömlingen (rund 300 Meter mit etwa 10 Prozent)
  • Wege: fast durchgehend asphaltierte Rad- und Feldwege sowie Ortsstraßen, nur wenige kurze Pflaster- und Schotterstücke
  • Beschilderung: Der Abschnitt am Main folgt dem ausgeschilderten Main-Radweg, für den Rest der Runde empfiehlt sich der GPX-Track
  • Geeignet für: Pedelec und Trekkingrad ohne Einschränkung; Familien mit Kindern, die sicher Rad fahren und einen steilen Anstieg schieben mögen; Rennrad mit Abstrichen wegen der kurzen unbefestigten Stücke
  • Charakter: Genusstour mit Mainufer, Dörfern und Einkehr

Streckenverlauf der Radtour ab Großostheim in Etappen

Großostheim – Niedernberg (Kilometer 0 bis 5): Vom Marktplatz geht es über Maßpforte, Jahnstraße und Amselweg zum Radweg Richtung Niedernberg. Der verläuft eben durch die Felder. Schon von Weitem ist der Niedernberger Wasserturm zu sehen, an dem die Strecke direkt vorbeiführt.

Niedernberg – Großwallstadt – Obernburg (Kilometer 5 bis 15): Am Seehotel und am Honisch Beach vorbei erreicht die Tour den Main und folgt ihm auf dem Main-Radweg flussaufwärts. Hinter der Roland-Schwing-Brücke geht es durch Großwallstadt und weiter nach Obernburg, wo der Radweg ein Stück neben der B 469 verläuft. Dieser Abschnitt ist praktisch flach.

Obernburg – Eisenbach – Mömlingen (Kilometer 15 bis 23): Hinter Obernburg quert die Tour die Mömling, unterquert die B 469 und führt über Eisenbach und an der Wallaumühle vorbei nach Mömlingen. Es geht dabei nur ganz sanft bergauf. In Mömlingen fährt man ein paar hundert Meter auf Ortsstraßen mit Autoverkehr.

Mömlingen – Waldesruh – Wenigumstadt (Kilometer 23 bis 28): Jetzt kommt der einzige echte Anstieg: rund 300 Meter mit etwa 10 Prozent Steigung durch die Felder hinauf zum Waldrand. Oben, auf gut 220 Metern, liegt das Wirtshaus Waldesruh. Danach rollt es bergab, nach einer letzten kleinen Steigung erreicht man Wenigumstadt.

Wenigumstadt – Pflaumheim – Großostheim (Kilometer 28 bis 33): Am Pflaumbach entlang geht es nach Pflaumheim und von dort über die Straße In der Au, die Hauptstraße und am Sportplatz vorbei nach Großostheim. Über Kunostraße, Riegelstraße und Maßpforte schließt sich die Runde am Marktplatz.

Unterwegs sehenswert

  • Wasserturm „Langer Adam“ in Niedernberg: Der 41 Meter hohe Turm ist das Wahrzeichen des Ortes und liegt direkt an der Strecke.
  • Mainufer bei Großwallstadt: Hier hat man den Fluss lange im Blick.
  • Römermuseum Obernburg: Obernburg war ein Truppenstützpunkt am Main-Limes. Das Museum in der Unteren Gasse zeigt römische Steindenkmäler aus dem Ort und erklärt die damalige Benefiziarierstation, eine Art Kontrollposten für den Verkehr. Geöffnet ist es nur nach Vereinbarung, Anmeldung bei der Tourist-Information unter 06022 506311.
  • Bachgaumuseum im Nöthig-Gut, Großostheim: Wenige Schritte vom Marktplatz, sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Derzeit läuft dort die Sonderausstellung über die Jugendkultur der 50er bis 80er Jahre.
  • Marktplatz Großostheim: Am historischen Platz mit der Kirche St. Peter und Paul steht laut Churfranken auch das älteste Fachwerkhaus im Landkreis Aschaffenburg.

Einkehr an der Bachgau-Tour

Die naheliegende Pause liegt bei Kilometer 25: das Wirtshaus Waldesruh am Waldrand zwischen Mömlingen und Wenigumstadt (Holzloch 4). Nach zwei Jahren Pause ist es unter neuen Eigentümern wieder geöffnet, auf der Karte stehen Hausmannskost und Apfelwein. Laut Wirtshaus gelten diese Zeiten:

  • Montag und Dienstag: Ruhetag
  • Mittwoch und Donnerstag: 14 bis 22 Uhr
  • Freitag: 14 bis 23 Uhr
  • Samstag: 12 bis 23 Uhr
  • Sonntag: 11:30 bis 22 Uhr

Wer an einem Feiertag oder mit einer größeren Gruppe kommt, ruft am besten vorher an: 06026 4701, aktuelle Infos auch auf der Seite des Wirtshauses. Kurz vor dem Ziel liegt außerdem in Pflaumheim der Landgasthof Hock (An der Kuhpforte 1), den die Churfranken-Radbroschüre als Einkehr an der Tour nennt. Öffnungszeiten dort bitte vorab erfragen.

Anfahrt und Parken

Mit dem Auto: In Großostheim bietet sich als Ausgangspunkt der Parkplatz An der Dreschhalle am nördlichen Ortskern an, von dort sind es nur wenige Minuten zum Marktplatz.

Mit Bahn und Rad: Regionalzüge der Maintalbahn Aschaffenburg–Miltenberg halten in Obernburg-Elsenfeld. Vom Bahnhof sind es über die Mainbrücke nur wenige hundert Meter bis zur Strecke in Obernburg; von dort fährt man die Runde einfach ab Kilometer 15. Im Regionalzug braucht das Rad in der Regel eine eigene Fahrkarte, außerdem lohnt vorher ein Blick in die Fahrplanauskunft.

Auf der Strecke selbst sind uns derzeit keine Sperrungen bekannt. Wer mit dem Auto über den Aschaffenburger Hauptbahnhof anreist, sollte die Sperrung in der Karlstraße ab 2. November im Blick haben.

Tipps für die Bachgau-Tour im Herbst

  • Licht mitnehmen: Seit der Zeitumstellung geht die Sonne kurz nach 17 Uhr unter. Wer nach der Einkehr in der Waldesruh losfährt, ist schnell in der Dämmerung unterwegs. Funktionierende Front- und Rückleuchte gehören jetzt ans Rad.
  • Rutschige Stellen: Nasses Laub, Erde von Feldern und die Pflasterstücke in den Ortskernen können glatt sein, besonders bergab hinter der Waldesruh.
  • Kleidung in Schichten: Morgens ist es oft neblig und nur wenige Grad warm, nachmittags deutlich milder. Für Sonntag, Allerheiligen, sagt unser Wetterbericht nach Frühnebel viel Sonne und trockenes Wetter bei bis zu 11 Grad voraus.
  • GPX-Track aufs Handy: Den GPX-Track der Bachgau-Tour gibt es kostenlos zum Herunterladen.
  • Rad codieren lassen: Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg bietet am 21. November eine Fahrradcodierung mit Sicherheitscheck in Aschaffenburg an.
  • Mitreden: Wie gut man im Bachgau Rad fährt, lässt sich noch bis 30. November im ADFC-Fahrradklima-Test bewerten.

Häufige Fragen

Ist die Bachgau-Tour für E-Bikes und Kinder geeignet?

Mit dem Pedelec ist sie problemlos. Für Kinder sind die Länge und der steile Anstieg hinter Mömlingen die Hürden; wer schieben mag und sicher im Ortsverkehr fährt, schafft die Runde.

Wo kann man unterwegs einkehren?

Am höchsten Punkt liegt das Wirtshaus Waldesruh (Montag und Dienstag Ruhetag, samstags ab 12, sonntags ab 11:30 Uhr), kurz vor dem Ziel der Landgasthof Hock in Pflaumheim.

Kann man mit dem Zug anreisen?

Ja, über den Bahnhof Obernburg-Elsenfeld an der Maintalbahn. Die Strecke liegt nur wenige hundert Meter entfernt auf der anderen Mainseite.

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