Der Markt Großostheim bereitet sich auf Krisenlagen vor: Am 21. Oktober 2026 haben Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen und Einrichtungen der Gemeinde eine Übung zum Katastrophenschutz in Großostheim absolviert. Ab dem 16. November startet zudem das Projekt „Leuchttürme“ mit Anlaufstellen für Bürger im Krisenfall.
Katastrophenschutz in Großostheim: Krisenstab übt den Ernstfall
Grundlage der Übung war eine fiktive Krisensituation, die das Landratsamt Aschaffenburg vorgegeben hatte. Die Teilnehmenden besprachen, wie sich die Lage einschätzen lässt und wie notwendige Maßnahmen abgestimmt werden, teilt der Markt mit. Eine vergleichbare Übung hatte es zuletzt im Mai 2026 gegeben.
Geübt hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE). Er unterstützt die Gemeinde dabei, in besonderen Krisenlagen die nötigen organisatorischen Schritte abzustimmen. Dazu gehört etwa, Informationen zu bündeln und die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen zu koordinieren.
Was sind die „Leuchttürme“?
Leuchttürme sind Anlaufstellen, an die sich Bürgerinnen und Bürger im Krisenfall wenden können, um wichtige Informationen zu erhalten und gegebenenfalls Hilfe anzufordern. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Telefon, Internet oder andere gewohnte Kommunikationswege nicht funktionieren, zum Beispiel bei einem längeren Stromausfall. Solche Katastrophenschutz-Leuchttürme gibt es in anderen bayerischen Kommunen bereits, etwa in Nürnberg.
Wo die Leuchttürme in Großostheim und den Ortsteilen Pflaumheim, Wenigumstadt und Ringheim eingerichtet werden und wie sie funktionieren, steht noch nicht fest. Der Markt Großostheim will die Bevölkerung rechtzeitig über das Projekt und die Einzelheiten informieren. Wir berichten, sobald die Standorte bekannt sind.
Was das für Bürger bedeutet
Behörden können in einer Krise nicht überall gleichzeitig helfen. Deshalb rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), auch zu Hause vorzusorgen. Der Ratgeber und die Checkliste des BBK nennen unter anderem:
- einen Vorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser für einige Tage,
- ein batteriebetriebenes oder Kurbel-Radio, um Warnungen zu empfangen,
- Taschenlampe, Ersatzbatterien und Kerzen,
- eine Hausapotheke mit den persönlich benötigten Medikamenten,
- etwas Bargeld und wichtige Dokumente griffbereit.
Wie wichtig solche Vorbereitungen sind, zeigte schon ein simulierter Stromausfall im Aschaffenburger Rathaus.
Gut zu wissen: Bürgerbüro am 11. November nur kurz geöffnet
Wer im Rathaus etwas erledigen möchte, sollte sich einen Termin notieren: Das Bürgerbüro hat am Mittwoch, 11. November 2026, wegen einer Schulung nur von 7:00 bis 9:00 Uhr geöffnet. Sonst gelten die üblichen Öffnungszeiten des Rathauses in der Schaafheimer Straße 33: Montag bis Freitag 8:00 bis 12:00 Uhr und Donnerstag 14:00 bis 17:30 Uhr. Erreichbar ist die Verwaltung unter Tel. 06026/5004-0.
Weitere Hinweise aus dem Rathaus: Die Gemeinde stellt ab 2. November das Wasser für die Gartenanlagen ab.




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