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Wildkatze im Spessart: BUND lädt zur Woche der Wildkatze ein

Symbolbild: Wildkatze Spessart – Europäische Wildkatze am Rand eines herbstlichen LaubwaldsSymbolbild KI
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Die Wildkatze im Spessart war in Bayern einst ausgerottet – heute streift sie wieder durch die Wälder am Untermain. Vom 2. bis 8. November lädt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zur bundesweiten „Woche der Wildkatze“ ein. Mit 13 Exkursionen, Pflanzaktionen, Online-Seminaren und Kulturangeboten will der Verband zeigen, wie naturnahe Wälder für die scheue Art entstehen.

Darum geht es: Wälder von morgen für die Wildkatze

Die Aktionswoche gehört zum sechsjährigen Projekt „Wildkatzenwälder von morgen“, das der BUND gemeinsam mit der BUNDjugend und zehn Landesverbänden – darunter Bayern und Hessen – umsetzt. Gefördert wird es im Bundesprogramm Biologische Vielfalt. In der Woche soll in Thüringen der 40.000. Setzling gepflanzt werden: ein Weißdorn an einem Wildkatzenkorridor bei Gotha.

Wildkatzen brauchen strukturreiche Laubmischwälder mit Totholz, Hecken an den Waldrändern und vielen Verstecken. Genau solche Wälder sind auch für zahlreiche andere Arten wertvoll und halten Trockenheit und Stürmen besser stand. Die Programmpunkte sind auf der Aktionsseite des BUND zu finden.

Hintergrund: Die Wildkatze im Spessart

In Bayern galt die Europäische Wildkatze seit den 1930er-Jahren als verschwunden. Ab 1984 wilderte der BUND Naturschutz in Bayern Tiere aus, vor allem im Spessart und im Bayerischen Wald. Heute leben nach Angaben der BN-Kreisgruppe Miltenberg auch in der Region am Untermain wieder Wildkatzen. Die Art gilt dennoch als stark gefährdet: Straßen zerschneiden ihre Lebensräume, Vermischung mit Hauskatzen und der Verlust geeigneter Wälder setzen ihr zu.

Auf den ersten Blick ähnelt die Wildkatze einer getigerten Hauskatze. Typisch sind jedoch eine verwaschene Fellzeichnung, ein dunkler Aalstrich auf dem Rücken und ein buschiger Schwanz mit schwarzen Ringen und stumpfer, schwarzer Spitze. Sicher bestimmen lässt sich ein Tier oft nur genetisch.

Gut zu wissen: So helfen Spaziergänger und Katzenhalter

  • Kätzchen im Wald nicht mitnehmen: Gestreifte Jungtiere sind meist nicht verlassen. Die Mutter hält sich in der Nähe auf und kommt zurück, wenn keine Menschen da sind.
  • Auf den Wegen bleiben und Hunde nicht frei laufen lassen.
  • Freigänger kastrieren lassen, damit sich Hauskatzen nicht mit Wildkatzen paaren.
  • Mitmachen: Freiwillige unterstützen das Wildkatzen-Monitoring mit sogenannten Lockstöcken, an denen sich die Tiere reiben und Haare für genetische Analysen hinterlassen.
  • Waldbesitzer können mit kleinen Maßnahmen wie Totholzhaufen und Waldrandhecken Lebensraum schaffen.

Ansprechpartner in der Region ist die BN-Kreisgruppe Miltenberg, Tel. 06022 2632237, info@bn-miltenberg.de. Weitere Informationen zum Projekt bietet die Projektseite „Wildkatzenwälder von morgen“.

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