In Weibersbrunn ist ein Streit zwischen zwei Lkw-Fahrern auf der Rastanlage Spessart-Süd an der A3 in der Nacht zum Mittwoch eskaliert: Einer der Männer holte eine Schreckschusswaffe aus seinem Führerhaus und lud sie durch. Verletzt wurde niemand, die Polizei stellte die Waffe samt Munition sicher.
Schreckschusswaffe in Weibersbrunn: Das ist passiert
Gegen 23.55 Uhr gerieten ein 35 Jahre alter und ein 49 Jahre alter Lkw-Fahrer an der Zufahrt der Rastanlage in Streit. Auslöser war nach bisherigen Erkenntnissen ein abgestellter Lkw, der die Zufahrt für einen Schwertransport behinderte.
Im Verlauf des Wortgefechts holte der 35-Jährige die Waffe und lud sie in unmittelbarer Nähe seines Kontrahenten durch. Auf den Mann gerichtet wurde sie laut Polizei nicht. Kurz darauf beruhigte sich die Lage. Eine waffenrechtliche Erlaubnis konnte der 35-Jährige nicht vorweisen. Die Ermittlungen führt die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach.
Gut zu wissen: Was für Schreckschusswaffen gilt
- Kaufen dürfen Volljährige eine Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffe mit PTB-Zeichen ohne Erlaubnis.
- Wer sie außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks bei sich führen will, braucht den Kleinen Waffenschein.
- Auch mit Waffenschein ist das Mitführen bei öffentlichen Veranstaltungen und in ausgewiesenen Waffenverbotszonen tabu.
- Schon das Vorzeigen oder Durchladen kann andere Menschen erheblich verängstigen – im Ernstfall ist eine Schreckschusswaffe für Zeugen nicht von einer scharfen Waffe zu unterscheiden.
Die Polizei rät, Streitigkeiten auf Rastanlagen nicht selbst auszutragen und in bedrohlichen Situationen sofort den Notruf 110 zu wählen. Weitere aktuelle Meldungen aus der Region gibt es in unserem Überblick Region Untermain: Polizei sucht Zeugen und im Beitrag über eine Kontrolle auf der A3 bei Bessenbach.
Die Angaben stammen vom Polizeipräsidium Unterfranken.



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