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Landkreis Aschaffenburg bleibt Fairtrade-Landkreis – zum vierten Mal verlängert

Symbolbild: Fairtrade-Landkreis Aschaffenburg – fair gehandelter Kaffee, Schokolade und Bananen auf einem HolztischSymbolbild KI
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Der Landkreis Aschaffenburg darf sich weiter Fairtrade-Landkreis nennen. Nach der ersten Auszeichnung im Oktober 2018 wurde der Titel jetzt zum vierten Mal um zwei Jahre verlängert. Für den Fairtrade-Landkreis Aschaffenburg heißt das: Die bisherigen Aktionen gehen weiter, und weitere Gemeinden, Geschäfte und Schulen können sich anschließen.

Fairtrade-Landkreis Aschaffenburg: Was hinter dem Titel steckt

Fairtrade-Towns setzen sich für gerechtere Bedingungen im weltweiten Handel ein – etwa faire Preise und bessere Arbeitsbedingungen für Kleinbauern und Beschäftigte in den Herkunftsländern. Ein Fairtrade-Landkreis gehört zur selben internationalen Kampagne wie Fairtrade-Städte und -Gemeinden, engagiert sich aber über die Gemeindegrenzen hinweg. Der Landkreis Aschaffenburg ist eine von über 940 Fairtrade-Towns in Deutschland, weltweit sind es mehr als 2.000 in 36 Ländern.

Im Landkreis tragen außerdem schon einzelne Gemeinden den Titel selbst: Alzenau, Kahl am Main, Karlstein am Main und Laufach sind eigenständige Fairtrade-Towns.

Fünf Kriterien für den Titel

Um den Titel zu bekommen und alle zwei Jahre zu behalten, muss eine Kommune nachweisen, dass sie fünf Kriterien erfüllt:

  1. ein Beschluss des Kreistags beziehungsweise Gemeinderats, den fairen Handel zu unterstützen,
  2. eine Steuerungsgruppe, die die Aktivitäten vor Ort koordiniert,
  3. fair gehandelte Produkte in Einzelhandel und Gastronomie,
  4. Engagement von Schulen, Vereinen und Kirchen,
  5. regelmäßige Medien- und Öffentlichkeitsarbeit.

Aktionen im Landkreis

  • „Kokos statt Torf“: Eine Kampagne für Hobbygärtner wirbt für fair gehandelte Kokoserde als Alternative zu Torf. Torfabbau zerstört Moore, die viel CO2 speichern.
  • „Der Landkreis schenkt fair“: Plakate machen auf faire und regionale Weihnachtsgeschenke aufmerksam.
  • „Der Landkreis spielt fair“: Der Behörden-Cup wird mit fair produzierten Fußbällen ausgetragen. Sportvereine und Schulen können faire Bälle ausleihen und testen – über die Fairtrade-Fußbälle für Stadt und Landkreis hatten wir bereits berichtet.
  • Schulen: Zahlreiche Schulen sind zertifizierte Fairtrade-Schools; Workshops wie die „Schokoladenwerkstatt“ oder „Zero Waste“ sind gefragt.
  • Faire Woche: Jedes Jahr im September beteiligen sich Weltläden, Kirchen, Gemeinden, Gastronomie und Supermärkte. In diesem Jahr lief sie vom 11. bis 25. September unter dem Motto „Fair handeln – Vielfalt erleben!“.

„Die Verlängerung des Titels belegt den hervorragenden Einsatz der Steuerungsgruppe und aller für den Erfolg verantwortlichen Akteurinnen und Akteure“, sagt Landrat Dr. Alexander Legler.

Woran man faire Produkte erkennt

Fair gehandelte Waren erkennt man am Fairtrade-Siegel, am Label der World Fair Trade Organization oder an den Marken anerkannter Fair-Handels-Importeure. Erhältlich sind sie in vielen Supermärkten und Drogerien im Landkreis sowie in den Weltläden. Kaffee, Tee, Schokolade, Bananen und Blumen sind die Klassiker, inzwischen gibt es aber auch faire Textilien und Sportbälle.

Selbst mitmachen – auch im Bachgau

Viele Geschäfte, Cafés, Restaurants, Kirchengemeinden, Vereine und Schulen im Landkreis sind bereits Fairtrade-Partner. Die Steuerungsgruppe unterstützt auch Gemeinden, die selbst Fairtrade-Town werden möchten. Großostheim gehört bisher nicht dazu – vielleicht eine Idee für Vereine, Kirchengemeinden und Geschäfte im Bachgau.

Infos gibt es unter fairtrade-ab.de oder per E-Mail an fairtrade@Lra-ab.bayern.de.

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