Was mit einer Idee auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Sydney begann, ist seit einem Vierteljahrhundert gelebte Freundschaft: Großostheim und Olympia in Griechenland feiern 25 Jahre Partnerschaft. Zum Jubiläum war eine Delegation aus Griechenland im Bachgau zu Gast.
Großostheim und Olympia: Wie alles begann
Angestoßen hat die Verbindung der Großostheimer Horst Schad, der im Jahr 2000 mit seiner „Power-and-Belief-Tour“ zu den Olympischen Spielen nach Sydney unterwegs war. Im Juni 2001 wurde die Freundschaft vor dem Hera-Tempel in Olympia besiegelt. Im September 2001 bekräftigten die damaligen Bürgermeister Giorgios Aidonis und Hans Klug sie auf dem Großostheimer Marktplatz.
Hintergrund: Der Ort Olympia
Olympia liegt im Westen der Halbinsel Peloponnes. In der Antike war das Heiligtum des Zeus Austragungsort der Olympischen Spiele, die dort über mehr als tausend Jahre stattfanden. Die Ausgrabungsstätte gehört heute zum UNESCO-Welterbe und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Bis heute wird vor jeden Olympischen Spielen vor den Ruinen des Hera-Tempels das Olympische Feuer entzündet, bevor es mit dem Fackellauf zum Austragungsort gebracht wird. Genau an diesem Ort wurde 2001 auch die Freundschaft mit Großostheim besiegelt.
25 Jahre gelebte Freundschaft
In den vergangenen 25 Jahren gab es viele Begegnungen:
- Großostheimer waren beim Entzünden des Olympischen Feuers dabei.
- Bei den Spielen 2004 in Athen trug ein Großostheimer Schüler die Fackel ein Stück des Weges.
- Als 2007 schwere Waldbrände die Region um Olympia bedrohten, organisierte Großostheim einen Hilfstransport mit Feuerwehrausrüstung.
Besuch zum Jubiläum
Vom 18. bis 21. September kam eine Delegation aus Olympia unter Leitung von Bürgermeister Aristides Panagiotopoulos nach Großostheim, mit dabei war auch Mitbegründer Giorgios Aidonis. Auf dem Programm standen:
- ein Empfang im Rathaus sowie Besuche bei Wasserwerk und Feuerwehr
- das Krautfest in Wenigumstadt, bei dem die Bürgermeister Ralf Herbst und Aristides Panagiotopoulos gemeinsam Kraut stampften
- die Enthüllung einer Freundschaftstafel am Olympiahain, eine gleiche Tafel ging als Geschenk nach Olympia
- ein Rundgang über den Marktplatz und ein Besuch im BachgauMuseum
- Besuche in einer Destillerie und einer Brauerei, wo der Gast aus Griechenland mit „O’zapft is“ ein Fass anstach
Was die Freundschaft für Großostheim bedeutet
Partnerschaften zwischen Gemeinden leben vom Engagement einzelner Bürger und Vereine. Die Verbindung nach Olympia zeigt, wie aus einer persönlichen Initiative eine dauerhafte Brücke zwischen zwei Orten entstehen kann, getragen von Feuerwehr, Schulen und vielen Ehrenamtlichen. Wie viel ehrenamtliches Engagement in der Marktgemeinde steckt, zeigte zuletzt auch die Verleihung der kommunalen Verdienstmedaille in Großostheim.
Gut zu wissen: Die Erinnerung vor Ort besuchen
- Die neue Freundschaftstafel steht am Olympiahain in Großostheim und lässt sich bei einem Spaziergang besichtigen.
- Wer mehr über die Geschichte des Ortes erfahren möchte, findet im BachgauMuseum viele Einblicke.
- Gelegenheit zur Begegnung gibt es auch bei der Großostheimer Kerb vom 23. bis 27. Oktober.




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