Große Anerkennung für langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat Persönlichkeiten aus Unterfranken mit der Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung ausgezeichnet. Unter den zehn Geehrten aus dem Landkreis Aschaffenburg sind mit dem früheren Bürgermeister Herbert Jakob und dem langjährigen Marktgemeinderat Thorsten Rollmann gleich zwei Großostheimer. Damit geht die kommunale Verdienstmedaille gleich zweimal nach Großostheim.
Auszeichnung für den Einsatz vor Ort
Die Medaille würdigt Menschen, die sich über viele Jahre in besonderem Maße um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben – etwa als Mitglieder in Gemeinderäten und Kreistagen, als Bürgermeister oder in anderen kommunalen Ehrenämtern. Es ist eine Arbeit, die oft im Hintergrund stattfindet: Sitzungen am Abend, Haushaltsberatungen, Bauanträge, Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern. Ohne dieses Engagement würde die Demokratie vor Ort nicht funktionieren.
Verliehen wird die kommunale Verdienstmedaille vom Bayerischen Staatsministerium des Innern. Die Geehrten in diesem Jahr erhielten sie in der Stufe Bronze.
Für die Übergabe der Urkunden und Medaillen hatte Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer die Geehrten aus den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg zu einer Feierstunde am 19. Oktober in den Großen Sitzungssaal der Regierung von Unterfranken in Würzburg eingeladen.
Kommunale Verdienstmedaille für Großostheims Altbürgermeister Herbert Jakob
Herbert Jakob hat sich nach der Würdigung der Regierung von Unterfranken 33 Jahre lang für seine Heimatgemeinde eingesetzt. Von 1991 bis 2014 gehörte er dem Marktgemeinderat an, zwölf Jahre davon als Vorsitzender der CSU-Fraktion. Von 2008 bis 2014 war er Zweiter Bürgermeister, von 2014 bis 2024 Erster Bürgermeister des Marktes Großostheim. Zusätzlich saß er von 2008 bis 2024 im Kreistag Aschaffenburg. In seiner Amtszeit wurden laut Laudatio zahlreiche Bau- und Sozialprojekte angestoßen und umgesetzt, die Ortsbild, Lebensqualität und Miteinander in der Gemeinde geprägt haben.
Thorsten Rollmann – über 30 Jahre im Marktgemeinderat
Thorsten Rollmann war von 1994 bis 2025 Mitglied des Marktgemeinderats, viele Jahre davon als CSU-Fraktionsvorsitzender. Im Kreistag Aschaffenburg vertrat er von 1996 bis 2026 die Belange der Region – also drei Jahrzehnte lang. Daneben engagierte er sich in Vereinen und in Partnerschaftsprojekten der Gemeinde und hat damit nach den Worten der Laudatio den Zusammenhalt im Ort gestärkt.
Die Geehrten aus dem Landkreis Aschaffenburg
Mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze ausgezeichnet wurden:
- Thomas Büttner, Schöllkrippen
- Wolfgang Holgersson, Krombach
- Herbert Jakob, Großostheim
- Thorsten Rollmann, Großostheim
- Klaus Rothenbücher, Kleinkahl
- Dieter Schäfer, Heimbuchenthal
- Siegfried Schwarz, Laufach
- Rudolf Spinnler, Laufach
- Felix Wissel, Mömbris
- Peter Zenglein, Johannesberg
Auch zwölf Geehrte aus dem Landkreis Miltenberg
Aus dem Nachbarlandkreis Miltenberg erhielten die Auszeichnung: Marion Becker (Elsenfeld), Roland Eppig (Großwallstadt), Rudolf Frank (Kirchzell), Eberhard Großmann (Erlenbach a. Main), Reinhold Hein (Großwallstadt), Klaus Heß (Hausen), Michael Müller (Weilbach), Siegfried Scholtka (Mömlingen), Stefan Schwab (Kirchzell), Alfred Schwarz (Kirchzell), Susanne Wörner (Kirchzell) und Reinhold Zimlich (Röllbach).
Was Kommunalpolitik im Ehrenamt bedeutet
Gemeinderäte und Kreisräte arbeiten in Bayern ehrenamtlich, meist neben Beruf und Familie. Sie entscheiden über Haushalt, Baugebiete, Kitas, Straßen und Vereinsförderung – also über vieles, was den Alltag im Ort direkt betrifft. Zu den großen Vorhaben in Großostheim zählt derzeit etwa die Ortsumgehung Pflaumheim. Wer sich selbst engagieren möchte, findet Ansprechpartner bei den Parteien und Wählergruppen im Ort oder direkt im Rathaus unter 06026 5004-0.
Wir gratulieren allen Geehrten – und besonders unseren beiden Großostheimern – herzlich zu dieser Auszeichnung und sagen Danke für ihren Einsatz für unsere Gemeinden.
Quelle: Regierung von Unterfranken, Pressemitteilung 080/2026 vom 13.10.2026 und Kurzlaudationes vom 19.10.2026



