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Jugendforum Großostheim: 5000 Euro für den Skatepark

Symbolbild Jugendforum Großostheim: Skatepark mit Rampen und Asphaltfläche

Foto: Tetzemann / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten)

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Beim Jugendforum Großostheim haben junge Leute aus dem Markt Großostheim entschieden, wofür die Gemeinde in diesem Jahr 5000 Euro ausgibt: Mit deutlichem Abstand gewann die Gestaltung des Skateparks. Abgestimmt wurde bereits am 18. Oktober im Jugendzentrum (JUZ), über das Ergebnis berichtet jetzt die Gemeinde.

Jugendforum Großostheim: So funktioniert die Abstimmung

Das Jugendforum gibt es seit drei Jahren. Die gemeindliche Jugendarbeit hat es entwickelt und richtet es jährlich aus. Ziel ist, dass junge Menschen politische Beteiligung ausprobieren und Einblick in Kommunalpolitik bekommen – mit echtem Geld: Der Markt Großostheim stellt dafür ein eigenes Budget von 5000 Euro bereit.

Der Ablauf ist jedes Jahr ähnlich:

  • Rund zwei Monate lang wird das Forum beworben, Jugendliche reichen online ihre Ideen ein.
  • Die Vorschläge werden gesichtet und auf Machbarkeit geprüft: Fällt das Projekt in die Zuständigkeit der Gemeinde, passt es ins Budget?
  • In einer offenen Versammlung wird demokratisch abgestimmt.

Wählen durften in diesem Jahr alle jungen Menschen zwischen zwölf und 20 Jahren, die in Großostheim, Wenigumstadt, Ringheim oder Pflaumheim wohnen.

Rekord: über 80 Ideen

Mit mehr als 80 Einsendungen gab es laut Gemeinde einen neuen Rekord. Die Ideen reichten von baulichen Erneuerungen über Kulturveranstaltungen bis zu neuen Anschaffungen für das Jugendzentrum. Gemeinsam mit den Jugendbeauftragten des Marktgemeinderats wurden daraus 13 Vorschläge, die in die Zuständigkeit einer Gemeinde fallen und mit 5000 Euro umsetzbar wären.

Zur Versammlung in der Turnhalle des JUZ kamen 37 Wahlberechtigte, Bürgermeister Ralf Herbst und mehrere Jugendbeauftragte. Dazu kamen knapp 15 Jugendliche, die nicht wahlberechtigt waren, aber aus Interesse dabei sein wollten. Durch das Programm führten die JUZ-Mitarbeitenden Patrick Klawitter und Lena Kirchner. Besprochen wurden auch die Ideen, die es nicht in die Abstimmung geschafft hatten – weil sie das Budget überschreiten oder keine Gemeindeaufgabe sind.

Skatepark vorn, Fitnessgeräte und Calisthenics Park auf Platz zwei

Gewonnen hat die Gestaltung des Skateparks. Ein neuer Bodenbelag, der weniger Verletzungen verursacht und besser zum Sport passt, ist den Jugendlichen nach Angaben der Gemeinde schon seit einigen Jahren wichtig. Er würde das Budget des Jugendforums allerdings um ein Vielfaches übersteigen. Mit ihrer Wahl haben die Jugendlichen trotzdem deutlich gemacht, dass der Skatepark für sie ein wichtiger Treffpunkt in Großostheim ist.

Den zweiten Platz teilen sich zwei Projekte: Fitnessgeräte für das JUZ und der Calisthenics Park am Olympiahain, also eine Anlage für Training mit dem eigenen Körpergewicht. Er war schon die Siegeridee des vergangenen Jahres, konnte wegen finanzieller Hürden aber noch nicht gebaut werden. An der Umsetzung wird laut Gemeinde weiter gearbeitet. Der Olympiahain ist auch Schauplatz der Partnerschaft mit Olympia, über die wir zum 25-jährigen Jubiläum der Freundschaft mit Griechenland berichtet haben.

Wie es mit dem Skatepark weitergeht

Die Gemeinde will den Beschluss möglichst schnell umsetzen und die Jugendlichen dabei einbeziehen. Die Teilnehmenden sammeln gerade Ideen, wie der Ort aussehen soll. Danach folgt ein Planungstreffen mit den zuständigen Stellen der Gemeinde, anschließend sollen die Arbeiten beginnen.

Wer mitreden oder beim nächsten Jugendforum Ideen einreichen will, findet Ansprechpartner beim Jugendzentrum Großostheim. Welche Themen sonst gerade im Rathaus anstehen, etwa die Kita-Gebühren ab 2027, steht in unserem Bericht über die nächsten Sitzungen des Gemeinderats.

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